
Matisse Lismont und Ignacio Montenegro sind beim Sprintwochenende der GT World Challenge Europe powered by AWS in Magny-Cours sensationell auf das Gesamtpodium gefahren. Das belgisch-argentinische Duo vom Team WRT fuhr den #30 BMW M4 GT3 EVO im Sonntagsrennen auf Platz zwei. Die Pro-Fahrzeuge um Titelverteidiger Kelvin van der Linde und Charles Weerts erlebten in Frankreich dagegen ein durchwachsenes Wochenende.
Lismont und Montenegro hatten bereits am Samstagabend im Silver Cup triumphiert und ihren dritten Sprint-Erfolg der Saison eingefahren. Am Sonntag legte das Duo nach: Mithilfe einer ausgezeichneten Strategie nach einer roten Flagge kletterten Montenegro und Lismont auf Platz zwei, den der Belgier souverän bis ins Ziel verteidigte. Damit machte das Team WRT den Doppelsieg im Silver Cup perfekt.

Die Gesamtführenden van der Linde und Weerts blicken dagegen auf zwei schwierige Tage zurück: Im Qualifying am Samstag kam das Duo vom Team WRT nicht über Startplatz 17 hinaus. Dennoch zeigten die Titelverteidiger im Abendrennen eine beeindruckende Aufholjagd und sammelten als Siebte wichtige Zähler für die Meisterschaft.
Am Sonntag fuhr van der Linde im Qualifying zwar die schnellste Zeit, bekam seine Poleposition allerdings aufgrund eines technischen Regelverstoßes nachträglich aberkannt. Von Rang 42 gestartet, eroberte der Südafrikaner in der Anfangsphase zahlreiche Plätze, musste seinen Boliden dann aber nach einer Berührung mit einem Kontrahenten abstellen. Dennoch behaupteten van der Linde und Weerts ihre Gesamtführung im Sprint Cup.
Ihre Teamkollegen Max Hesse und Valentino Rossi kamen im #46 BMW M4 GT3 EVO auf den Rängen sechs und neun ins Ziel. Jordan Pepper und Amaury Cordeel fuhren auf die Plätze 20 und elf.

Mehr Grund zur Freude hatten Augusto Farfus und Darren Leung: Im Bronze Cup gewann das Team Paradine Competition mit dem #991 BMW M4 GT3 EVO das Sonntagsrennen. Im ersten Lauf hatten sie das Klassenpodium als Vierte nur knapp verpasst. Im Gold Cup fuhr KPX Motorsport auf die Ränge sechs und sieben.
Fahrerstimmen.

Kelvin van der Linde (#32 BMW M4 GT3 EVO, Team WRT, 1. Rennen: 7. Platz, 2. Rennen: Ausfall): „Das war ein schwieriges Wochenende für uns. Wir haben aus unserem Paket nicht das herausgeholt, was möglich gewesen wäre. Die Disqualifikation vom Qualifying nach der Pole-Runde am Sonntag hat uns natürlich hart getroffen. Aber auch unsere direkten Konkurrenten im Titelkampf hatten einen schwierigen Sonntag. Wir führen die Sprintwertung immer noch an und haben alle Chancen, den Titel zu verteidigen.“
Max Hesse (#46 BMW M4 GT3 EVO, Team WRT, 1. Rennen: 6. Platz, 2. Rennen: 9. Platz): „Es war kein leichtes Wochenende. Es ging ein bisschen auf und ab. Unser Qualifying am Samstag war sehr stark, aber leider konnten wir diese gute Pace im Rennen nicht ganz halten. Platz sechs am Ende war okay, ist aber nicht unser Anspruch. Am Sonntag war das Qualifying mit Platz 22 extrem schwierig. Im Rennen sind wir dann noch etwas nach vorn gekommen, aber für die Spitzenplätze hat es von so weit hinten nicht mehr gereicht.“
Ignacio Montenegro (#30 BMW M4 GT3 EVO, Team WRT, 1. Rennen: Sieg im Silver Cup, 2. Rennen: Sieg im Silver Cup und 2. Platz gesamt): „Das ist einfach fantastisch: so ein Rennwochenende in meinem ersten Jahr in einem GT3-Fahrzeug. Matisse und ich sind mit der Strecke in Magny-Cours gut zurechtgekommen, sowohl im Rennen als auch im Qualifying. Dazu kamen eine super Strategie und ein perfekter Boxenstopp des Teams WRT. Die Ergebnisse sind großartig.“
Matisse Lismont (#30 BMW M4 GT3 EVO, Team WRT, 1. Rennen: Sieg im Silver Cup, 2. Rennen: Sieg im Silver Cup und 2. Platz gesamt): „Ich bin unglaublich glücklich. Das war der beste Stint meiner bisherigen Karriere. Platz zwei in der Gesamtwertung am Sonntag und zwei Klassensiege im Silver Cup, dafür fehlen mir die Worte. Es war einfach ein unglaubliches Wochenende. Vielen Dank an das Team WRT, das mir diese großartige Chance gegeben hat.“
Augusto Farfus (#991 BMW M4 GT3 EVO, Paradine Competition, 1. Rennen: 4. Platz im Bronze Cup, 2. Rennen: Sieg im Bronze Cup): „Der Klassensieg ist großartig. Wir wussten, dass wir einiges an Pace im Auto haben. Das Team hat einen phänomenalen Job gemacht. Am Sonntag haben wir die Balance des Fahrzeugs perfekt hinbekommen und konnten dadurch auf Platz eins fahren. Das ist fantastisch!“
