
Das BMW M Team WRT hatte beim vorletzten Endurance-Rennen der Saison der IMSA WeatherTech SportsCar Championship (IMSA-Serie) in Road America ein Top-Resultat vor Augen, muss nach technischen Problemen an beiden BMW M Hybrid V8 aber weiter auf den ersten Sieg des Jahres warten. Probleme mit der Kühlung warfen Marco Wittmann und Philipp Eng in der Nummer 25 auf Platz sieben zurück. Sheldon van der Linde und Dries Vanthoor führten das Sechs-Stunden-Rennen in der ersten Hälfte an, mussten dann aber wegen Bremsproblemen aufgeben. Sie sorgten nicht nur sportlich für Aufsehen, sondern auch durch das spezielle Design ihres #24 BMW M Hybrid V8: BMW M Motorsport hat sich mit „Spider-Man: Brand New Day“ zusammengetan, um ein spektakuläres Sonderdesign für Road America zu entwerfen.
Van der Linde fuhr im Qualifying am Samstag den dritten Startplatz heraus. Nach den ersten Boxenstopps übernahm er die Führung, die bis zum Fahrerwechsel auf Vanthoor Bestand hatte. Doch rund um die Rennhalbzeit wendete sich das Blatt. Zunächst büßte die Nummer 24 bei einem Restart einige Positionen ein, dann zwangen Bremsprobleme die Crew zur Aufgabe. Die Nummer 25 kämpfte sich nach schwierigem Qualifying mit einer mutigen Strategie zwischenzeitlich an die Spitze, doch Probleme mit der Kühlung zwangen das Team zu einem langen Reparaturstopp, der das Fahrzeug weit zurückwarf. Am Ende stand der siebte Platz zu Buche.

In der GTD-PRO-Klasse erging es dem #1 BMW M4 GT3 EVO von Paul Miller Racing ähnlich. Nach einem Ausrutscher in die Reifenstapel musste das Fahrzeug von Connor De Phillippi und Neil Verhagen lange repariert werden und kam lediglich auf Position elf in seiner Klasse ins Ziel. In der GTD-Kategorie wurden Robby Foley, Patrick Gallagher und Francis Selldorff im #96 BMW M4 GT3 EVO von Turner Motorsport Fünfte.
Unsere Enttäuschung ist riesig. Es ist immer sehr ärgerlich, wenn man wegen technischer Probleme aus- oder zurückfällt. Es ist aber umso bitterer, wenn man das ganze Wochenende über eine so starke Pace zeigen konnte und eine gute Chance hatte, um den Sieg zu kämpfen. Es tut mir leid für alle Beteiligten, die sehr hart arbeiten, in der IMSA-Serie in diesem Jahr aber nicht mit den entsprechenden Resultaten belohnt werden.
Das war nicht Resultat, das wir uns an diesem Wochenende erhofft hatten. Zu Rennbeginn lief es sehr gut. Sheldon konnte eine deutliche Führung herausfahren. Leider konnten wir das aber nicht ins Ziel bringen. Wir haben eine gute Pace, aber das allein reicht nicht. Wir müssen die Rennen auch fehlerfrei und ohne technische Probleme zu Ende bringen. Das haben wir nicht geschafft.
Fahrerstimmen.

Philipp Eng (#25 BMW M Hybrid V8, BMW M Team WRT, 7. Platz GTP): „Das fühlt sich wie ein Rennen der verpassten Gelegenheiten an. Wir hatten zwei schnelle Autos, aber technische Probleme können immer mal vorkommen. Das gehört zum Racing dazu. Unser Fahrzeug hat sich im Rennen sehr gut angefühlt und hatte eine starke Pace. Ich denke, wir hätten zumindest um ein Podium kämpfen können. Leider haben wir unsere Kühlungsprobleme über weite Teile des Rennens mit uns herumgetragen. Am Ende hatten wir keine Wahl und mussten zum Reparaturstopp reinkommen. Das hat uns zwei Runden gekostet. Es ist sehr schade und tut mir leid für das Team.“
Dries Vanthoor (#24 BMW M Hybrid V8, BMW M Team WRT, Ausfall): „Wir hatten bis ungefähr zur Rennhälfte ein großartiges Wochenende. Doch dann fing es an, in die falsche Richtung zu laufen. Zuerst haben wir beim Boxenstopp etwas Zeit und ein paar Plätze verloren, dann hatte ich beim Restart leider einen Ausrutscher. Trotzdem hat uns das Team mit einer mutigen Strategie noch einmal an die Spitze gebracht, und in der IMSA-Serie weiß man nie, ob sich das am Ende nicht auszahlt. Dann in Führung liegend aufgeben zu müssen, ist natürlich sehr traurig. Aber auf diesem schnellen Kurs wäre es zu gefährlich gewesen, mit Bremsproblemen weiterzufahren.“
