Es sollte lediglich ein kleiner Scherz auf den BMW M Social-Media-Kanälen werden. Doch was die mithilfe von Grafiksoftware erzeugten 3D-Renderings eines GT-Rennwagens auf Basis eines BMW M3 Touring im Internet auslösten, hat niemand bei BMW M vorhergesehen. Der BMW M3 Touring 24H, ein wettbewerbsfähiger GT3-Rennwagen mit einer für den Motorsport sehr untypischen Karosserie, blieb von da an nicht nur in den Köpfen vieler M Fans, sondern formte auch den Plan einer Umsetzung in die Realität bei Menschen, die wissen, wie so etwas wirklich funktionieren könnte: bei den Entwicklungsingenieuren von BMW M Motorsport.
Das Feedback war überwältigend.
WHAT IF ...
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Der BMW M3 Touring als Rennwagen: Ein „Kombi“, gebaut für den internationalen GT-Rennsport und das vielleicht wettbewerbsfähigste GT-Grid aller Zeiten. Kann das funktionieren? Die Bilder, die am 1. April 2025 der Öffentlichkeit präsentiert wurden, vermittelten immerhin den Eindruck. Aber herbeiträumen lässt sich bekanntermaßen vieles. Das enorm zahlreiche und positive Feedback auf die Motive war jedenfalls bereits real.
Am Ende waren es die vielen Fans, die es uns ermöglicht haben, das Auto umzusetzen. Hätten sie nicht so positiv darauf reagiert, hätte es das Auto nicht gegeben.
Wir hatten einen sehr engen Zeitplan. Aber es hat funktioniert, einfach weil alle dabei waren.
TECHNIK AUS ZWEI FAHRZEUGEN.

TECHNIK AUS ZWEI FAHRZEUGEN.
Im September 2026 waren alle Vorkehrungen getroffen, die Verträge unterschrieben und die Techniker, Ingenieure und Prototypen-Entwickler in Startposition.
Aber die Herausforderung für das Team bestand zunächst darin, Technologie aus dem BMW M4 GT3 EVO in die Karosserieform des BMW M3 Touring zu übertragen. Zwar konnten viele Elemente des GT3-Vorderwagens übernommen werden, doch ab der A-Säule mussten viele Teile neu entwickelt werden, um den Anforderungen im Rennsport gerecht zu werden. Zusätzlich waren eine schmalere Fahrertür und eine gänzlich neue Aerodynamik für das Heck kritische Punkte bei der Entwicklung.
Ein Fahrzeug zu bauen, das nur aussieht wie ein Rennauto, aber nach drei Kilometern auseinanderfällt, war keine Option.
AUFBAU IN 8 WOCHEN.

AUFBAU IN 8 WOCHEN.
Und es musste schnell gehen: Der eigentliche Aufbau des Modells wurde in einem von der restlichen BMW M Entwicklungs-Werkstatt streng abgeschotteten Bereich bewerkstelligt. In nur acht Wochen stand das Fahrzeug auf den eigenen Rädern. Und nur wenige Tage später bereits auf dem Asphalt.

MACHBARKEIT IN MIRAMAS.

MACHBARKEIT IN MIRAMAS.
Im Februar 2026 wurde erstmals unter realen Bedingungen getestet: Auf dem Testgelände der BMW Group im französischen Miramas rollte der frisch aufgebaute BMW M3 Touring 24H erst langsam, dann immer schneller über die Strecke. Dort wurden vor allem die Aerodynamik-Balance und das Verhalten in Kurven weiterentwickelt.
Konkret dafür zuständig waren unter anderem die BMW M Werksfahrer Jens Klingmann und Max Hesse. Beiden fiel sofort das extrem steife Chassis auf, das die Touring-Karosserie im Vergleich zum bekannten BMW M4 GT3 mit sich bringt. Daraus ergaben sich naturgemäß mehrere Vor- und Nachteile. Insbesondere den Nachteilen mussten sich die Entwickler noch einmal im Windkanal widmen. Immerhin ging es nach wie vor um das Ziel, dieses außergewöhnliche Rennfahrzeug so kompetitiv zu machen, dass es in jedem Wettbewerb mit um den Sieg fahren kann.
WAS AUF DER STRECKE MÖGLICH IST …

WAS AUF DER STRECKE MÖGLICH IST …
Bereits einen Monat später stand der erste Härtetest unter Wettbewerbsbedingungen an: Bei der NLS2 auf der Nordschleife konnten die Fahrer nicht nur zum ersten Mal wirklich erfahren, wie der BMW M3 Touring 24H performt, sondern es konnten auch wichtige weitere Feinabstimmungen im Bereich der Reifen vorgenommen werden.
… UND WAS ABSEITS DAVON.

… UND WAS ABSEITS DAVON.
Für das gesamte Team besonders eindrücklich waren auch die Reaktionen der Zuschauer vor Ort: Ob bei der Startaufstellung, in der Boxengasse oder im vollen Renntempo, dieser Touring, das war allen schnell klar, zieht die Blicke auf sich, begeistert auf jeder Runde – und bleibt auch nach Rennende noch lange in Erinnerung.
MIT DEM „KOMBI“ GEGEN DIE GT-KONKURRENZ.

MIT DEM „KOMBI“ GEGEN DIE GT-KONKURRENZ.
Ein Team, ein Fahrzeug, mehrere Ziele: Das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring 2026 erforderte vom ersten Training an die volle Konzentration des gesamten Teams. Nicht nur erschwerte und äußerst wechselhafte Wetterbedingungen von trockenen Verhältnissen über Platzregen bis hin zu Hagel und Temperaturen um den Gefrierpunkt waren Teil der Herausforderung. Auch die beißende Gewissheit, dass nur wenige Ersatzteile für das einzigartige Rennfahrzeug existieren, trug zur Drucksituation bei, die auch auf den Fahrern Jens Klingmann, Connor De Phillippi, Neil Verhagen und Ugo de Wilde lastete. Dabei waren die Zielsetzungen des Teams vielfältig: Man wollte schnell sein, also mindestens in die Top 10, aber das Auto musste in jedem Fall ins Ziel kommen. Welchen Speed erlaubten die „Grüne Hölle“ und die harte Konkurrenz wirklich?
Natürlich hatten wir vor, in die Top 10 zu fahren, aber ich glaube, jeder von uns hatte auch den Traum, aufs Podium zu fahren.
DER SCHNELLSTE BMW IM FELD.

DER SCHNELLSTE BMW IM FELD.
Am Renntag kam es etwas anders als erwartet: Der BMW M3 Touring 24H war nicht nur deutlich schneller unterwegs als vorhergesehen, er kam auch besser mit den kalten und nassen Bedingungen zurecht als andere Fahrzeuge im Feld. Zeitweise waren Neil Verhagen und Connor De Phillippi zügiger unterwegs als die Teams mit dem BMW M4 GT3 EVO. Die spektakulären Überholmanöver, der volle Speed durch die Eifel-Nacht und ein beeindruckendes Rettungsmanöver von Jens Klingmann in der Arembergkurve aufgrund einer Ölspur sorgten dann endgültig für ausufernde Begeisterung bei den Motorsport-Fans auf den Tribünen und vor den Bildschirmen.




Einen Rennwagen als ,Kombi‘ auf diesem Level hat es noch nie gegeben. Es ist ein Projekt, das, glaube ich, in die Geschichte von BMW M eingehen wird.
EIN EINZELSTÜCK IN SAMMLERHAND.

EIN EINZELSTÜCK IN SAMMLERHAND.
Er hat das Potenzial des einzigartigen Rennwagens früh erkannt und war von Anfang an Teil der Reise des BMW M3 Touring 24H: Der M Enthusiast und Autosammler Rainer Bonnetsmüller wird das Modell seiner exklusiven Sammlung hinzufügen.
Es ist super schade, dass das Auto nicht mehr fährt. Oder?






