Ob futurische Hommage an den historischen IMSA-Champion BMW 3.0 CSL oder ein spektakulär designtes Einzelstück wie der BMW M1 Hommage. Ob Hybrid-Sportwagen, der direkt aus der Zukunft zu kommen schien, wie der BMW Vision M Next, oder die visionäre Technologie- und Designstudie BMW Turbo: In den Entwicklungswerkstätten von BMW M und BMW Individual wurden immer wieder faszinierende Einzelstücke entwickelt, teils konzipiert als Hommagen an BMW Klassiker, teils als Technologieträger und Vorläufer späterer Serienfahrzeuge. Wir stellen sieben einzigartige Designstudien von BMW M vor.
KEILES TEIL: BMW TURBO.

KEILES TEIL: BMW TURBO.
Der BMW Turbo war das erste Konzeptfahrzeug, das jemals von BMW gebaut wurde – und erwies sich als wegweisend. Die Ingenieure packten alle Technologien, die 1972 möglich waren, unter die elegante Hülle, die schon durch die ausgeprägte Keilform aus der Hand von Designer Paul Bracq wie ein automobiler Bote aus der Zukunft wirkte. Zu den Innovationen gehörten – neben den auffälligen Flügeltüren – vor allem eine ausgefeilte Sicherheitstechnologie, zu der etwa stoßabsorbierende Stoßfänger und Radarsensoren zur Abstandwarnung zählten. Außerdem ein kräftiger Turbomotor, der aus 2,0 Litern Hubraum und vier Zylindern 147 kW (200 PS) schöpfte; ein Wert, der sich durch Erhöhung des Ladedrucks auf ganze 206 kW (280 PS) steigern ließ. Das war bei einem Leergewicht von nur 980 Kilogramm für eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h und einen Sprint von 0 auf 100 km/h in nur 6,6 Sekunden gut, damals annähernd Fabelwerte. Die Fahrerkabine des BMW Turbo erinnerte an ein Flugzeug-Cockpit mit seinen vielfältigen Instrumenten, zu denen Anzeigen etwa zur Überwachung des Reifendrucks oder der Scheinwerferfunktion gehörten, die an heutige Digitaldisplays denken lassen.
Der BMW Turbo wurde zum Meilenstein des BMW Designs. Er zeigte neue Möglichkeiten und Lösungen, die später in Serienmodellen weitergeführt wurden. Ein Supersportwagen, der klaren Bezug auf ihn nahm, war der BMW M1, der sechs Jahre später in Serie ging.
BMW M1 HOMMAGE.

BMW M1 HOMMAGE.
Zum Anlass des 30. Geburtstages des BMW M1 wurde der Öffentlichkeit im Rahmen des Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2008 eine Designstudie vorgestellt, die dem legendären Supersportwagen huldigte: der BMW M1 Hommage. Der BMW M1 von Giorgio Giugiaro war ein Automobil der Superlative, emotional und dabei kompromisslos auf Motorsport getrimmt.
Jedes Detail am BMW M1 Hommage diente einem Zweck. Aerodynamik, Kühlluftführung und Sicherheit definierten die technische Substanz des Fahrzeugs. Die BMW typische Niere wurde so Teil der ausgefeilten Aerodynamik, während das Chassis der Designstudie ähnlich wie der Monocoque-Rahmen eines Formel-1-Rennwagens die Aufprallkräfte für die Fahrgastzelle bei einem Crash deutlich verringerte.
Der BMW M1 Hommage war eine Verneigung vor dem BMW M1. Und so wie der BMW M1 Einfluss auf die Gestaltung des wesentlich später entstandenen Hommage-Fahrzeugs nahm, nahm auch der BMW M1 Hommage wieder Einfluss auf ein nachfolgendes Fahrzeug: den BMW i8. Der Hybrid-Sportwagen, zwischen 2013 und 2020 produziert, übernahm zahlreiche Gestaltungsmerkmale wie die ausgefeilte Aerodynamik oder etwa das markante Heckleuchtendesign.
BMW 3.0 CSL HOMMAGE R.

BMW 3.0 CSL HOMMAGE R.
40 Jahre nachdem BMW Motorsport mit dem BMW 3.0 CSL erstmals im nordamerikanischen Rennsport antrat und die Rangordnung in der IMSA-Serie neu aufstellte, würdigte BMW diesen historischen Triumph mit einer spektakulären Designstudie: dem BMW 3.0 CSL Hommage R. Beim Exterieur hatte jedes Detail sichtbar seinen Ursprung in der erfolgreichen Rennversion von 1975, selbst die Startnummer 25 und die „Bavarian Motor Works“-Aufkleber wurden übernommen, wobei das Gesamtdesign der Studie in eine moderne Formensprache übersetzt wurde. Technologisch war das Hommage-Fahrzeug auf die Zukunft ausgerichtet.
So wurde im Cockpit des BMW 3.0 CSL Hommage R die Einheit von Fahrer und Fahrzeug neu gedacht. Das Armaturenbrett besteht aus einer minimalistischen Anzeige und einem kompakten, rechteckigen Lenkrad, während das Visier im Helm des Fahrers die gängigen Anzeigefunktionen übernimmt und die Informationen wie Geschwindigkeit, Gang und Drehzahl in den direkten Sichtbereich projiziert.
Innen wie außen betonte viel sichtbares Carbon den konsequenten Leichtbaugedanken des damaligen Modells und übertrug ihn materialtechnisch in die Gegenwart. Die große Ingenieursleistung, die BMW 1975 im Laufe von nur einer Rennsaison in ganz Nordamerika zum Begriff machte, erstrahlte so 40 Jahre später in neuem Glanz.
BMW 2002 HOMMAGE.

BMW 2002 HOMMAGE.
50 Jahre nach Ende der legendären Ära der BMW 02er Reihe wurde eines der bedeutendsten Fahrzeuge der BMW Historie mit einer besonderen Designstudie geehrt: dem BMW 2002 Hommage. Das Einzelstück würdigt insbesondere den Pionier des serienmäßigen Turboantriebs, den BMW 2002 turbo. Der Klassiker, zwischen 1973 und 1975 gebaut, gilt als eines der Fahrzeuge, das die Marke zu dem gemacht hat, was sie heute ist. Das markante Design des BMW 2002 Hommage würdigt eines der ikonischsten Fahrzeuge der BMW Historie, indem es dessen Formenansprache aufgreift und neu interpretiert.
In Anlehnung an das charakteristische umlaufende Chromband der damaligen 02er Reihe umschloss ein horizontales Band aus Carbon den BMW 2002 Hommage. Die voluminös modellierten Radhäuser waren ein Verweis auf die homologierte Version des BMW 2002 turbo, bei dem aufgrund der deutlich breiteren Spur extra verbreiterte Kotflügel auf die Karosserie aufgeschraubt worden waren. Die sichtbarste – oder leserlichste – Referenz an den Urahn fand sich in der Frontschürze des Hommage-Fahrzeugs in Form von BMW Motorsportfarben mit dem legendären „turbo“-Schriftzug in Spiegelschrift.
Damit war die Designstudie mehr als nur eine Hommage an ihren Namensgeber: Der BMW 2002 Hommage ist die moderne Interpretation der Ultimate Driving Machine.
BMW CONCEPT M8 GRAN COUPÉ.

BMW CONCEPT M8 GRAN COUPÉ.
Das BMW Concept M8 Gran Coupé zeigte 2018 eindrucksvoll, wofür der Buchstabe „M“ bei BMW steht: Das BMW Concept M8 Gran Coupé symbolisiert ein neues, eigenständiges Verständnis von Luxus und Performance. Es ging BMW M darum, den Luxus aus der Komfortzone zu holen.
Die flache und breite Front ließ auf Anhieb die außerordentlichen Fahrleistungen des eleganten Viertürers erkennen, ebenso wie die vielen Bauteile aus CFK. Der lange Radstand, die lange Motorhaube, die fließende Dachlinie und das kurze Heck zeichnen eine elegant-sportliche Coupé-Silhouette, während die Heckansicht die ausgestellten Radhäuser sichtbarer machte und einmal mehr den kräftigen Stand betonte.
Damit etablierte die Designstudie die definierenden Merkmale, die bei Markteinführung den BMW M8 auszeichnen würden.
BMW VISION M NEXT.

BMW VISION M NEXT.
Im Jahr 2019 präsentierte BMW M die spektakuläre Studie seines Hybrid-Sportwagens BMW Vision M NEXT. Die Studie gewährte mit einer Vielzahl an innovativen Technologien einen Ausblick auf das sportliche Fahren von morgen. Die flache Karosserie mit kurzen Überhängen und Flügeltüren lehnte sich an den BMW Turbo und den BMW M1 an, die zu ihrer Zeit ebenso Vertreter der modernen Mobilität waren. Design, autonomes Fahren, Vernetzung, Elektrifizierung und komfortabel zugängliche Services standen bei der Entwicklung der Studie im Mittelpunkt.
Das Visionsfahrzeug stellt eine mobile Zukunft in Aussicht, in der das autonome wie auch das Selbstfahrerlebnis purer und emotionaler als je zuvor sein sollen. Der BMW Vision M NEXT entspricht diesem Anspruch mit emotionalem Exterieur-Design und erstaunlichem fahrdynamischen Potenzial. Sein Turbo-Vierzylinder generiert in Kombination mit dem elektrischen Antrieb eine Systemleistung von 441 kW (600 PS), womit das futuristische Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h erreichen kann. Der Sprint von 0 auf 100 km/h braucht gerade einmal 3 Sekunden.

BMW CONCEPT XM.

BMW CONCEPT XM.
Im Jahr 2021 präsentierte die M GmbH zum ersten Mal ein Fahrzeug auf der renommierten Art Basel Miami Beach. Die Wahl des Exponats machte das Event zu einer unvergesslichen Premiere: Der BMW Concept XM beeindruckte durch expressives Design und gab einen Ausblick auf das stärkste jemals in Serie gebaute BMW M Automobil, das im Jahr darauf in die Fertigung ging. Der neu entwickelte M Hybrid-Antrieb des BMW Concept XM kombinierte ein V8-Triebwerk mit einer Hochleistungs-E-Maschine und erzeugte eine maximale Systemleistung von 550 kW (750 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 1.000 Nm. Wie ausgereift das Konzept bereits war, zeigte sich daran, dass sowohl die Karosserie als auch der Antrieb des Konzeptfahrzeugs weitgehend vom Serienmodell übernommen wurden.
Das BMW Concept XM zeigte zudem erstmals das neue Frontdesign für die zukünftige Luxusklasse von BMW. Die neuartige Aufteilung der Frontleuchten in zwei separate Module erschuf ein ausdrucksstarkes Erscheinungsbild. Dafür wurde auch die BMW Niere neu interpretiert. Positioniert zwischen den Scheinwerfern, verengte sie sich nach außen und verlieh der Front des Fahrzeugs mit fast oktagonaler Kontur einen eigenständigen, dynamischen Charakter. Die prägnante Konturbeleuchtung der Niere unterstreicht den Charakter des BMW Concept XM zusätzlich.
Damit gab das Konzeptfahrzeug den Impuls für Power und Luxus jenseits aller Konventionen vor, der vom Serienfahrzeug später aufgenommen und beeindruckend in die Praxis überführt wurde.



