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DER PIONIER.DER PIONIER.

DER PIONIER.

4 min Lesedauer

Der BMW E12 M535i.

Das erste Serienmodell von BMW M war der Beginn einer neuen Fahrzeuggattung. Der BMW E12 M535i brachte Sport in die Oberklasse.

25. April 2023

Dieses Automobil war eine Premiere für die BMW M GmbH und gleichzeitig der Start einer Erfolgsgeschichte: Der BMW M535i war 1979 das erste Fahrzeug von BMW M, damals noch BMW Motorsport GmbH, das in Serie gefertigt wurde. Fachpresse und Kunden nahmen den stärksten BMW E12 5er geradezu euphorisch auf, sie titelten: „M wie Muskeln“ oder „Bayerisches Kraftwerk“.

BMW E12 M535i stehend an der Küste.BMW E12 M535i stehend an der Küste.
Ein neues Maß an Understatement: außergewöhnliche Leistung in zurückhaltender Form.
BMW Prospekt „M535i. Spezialversion der Motorsport GmbH“ von 1980

5 STARKE FAKTEN:

Erstes Serienmodell von BMW M
Modifiziertes Sport Fahrwerk
Leistung: 160 kW (218 PS)
Bauzeitraum: 04/1980 bis 07/1981
Produktionszahl: 1.650
BMW E12 M535i in der Frontansicht fahrend auf der Landstraße.BMW E12 M535i in der Frontansicht fahrend auf der Landstraße.

DER REVOLUTIONÄR.

Als der BMW M535i 1980 auf den Markt kam, vereinte er Welten, die bis dahin klar getrennt waren: sportliches Fahren, Komfort und Eleganz und das alles in den Abmessungen einer Oberklasselimousine. Ein revolutionärer Gedanke, denn zu dieser Zeit waren die potenteren Motoren repräsentativen Luxuslimousinen, Coupés oder klassischen Sportwagen vorbehalten. Das neue Spitzenmodell der BMW E12 5er-Reihe ging aber einen ganz neuen Weg: Vier Türen, Understatement im Design, die neueste Technik und ein Motor aus dem Rennsport zeichnen den BMW M535i aus. Ein Prospekt zum Fahrzeug resümiert treffend: „Eine Limousine der Spitzenklasse, kompakt und sachlich, aber mit der Leistungsfähigkeit und dem Fahrvermögen anspruchsvoller Sportwagen.“ Das erste Performance-Modell war geboren.

UNVERKENNBARE ABSTAMMUNG.

Der Motor des BMW E12 M535i.Der Motor des BMW E12 M535i.

Bis heute fließen bei der BMW M GmbH die Erkenntnisse aus dem Motorsport in die Serienfahrzeuge ein, die Wurzeln der Marke finden sich in jedem Automobil, das den stärksten Buchstaben der Welt trägt. So war es auch beim ersten Serienmodell der Marke. Das Triebwerk des BMW M535i beruht auf derselben Basis wie der Motor des BMW M1. Der 3,5 Liter große Reihen-Sechszylinder des stärksten E12 5er ist entsprechend potent: 160 kW (218 PS) und 310 Nm stehen auf dem Datenblatt.

TECHNISCHE DATEN.

BMW E12 M535i.

Motor: Sechszylinder-Reihenmotor

Hubraum: 3.453 cm³

Leistung: 160 kW (218 PS) bei 5.200 U/min

Getriebe: 5-Gang-Sportgetriebe

Höchstgeschwindigkeit: 222 km/h

Gewicht: 1.430 kg

Länge: 4.620 mm

Breite: 1.690 mm

Höhe: 1.425 mm

Radstand: 2.636 mm

Produktionszahl: 1.650

Detailaufnahme der Front mit Niere und Scheinwerfer des BMW E12 M535i.Detailaufnahme der Front mit Niere und Scheinwerfer des BMW E12 M535i.
Dieser Edelweißexpress, der eigentlich nur gegen Vorlage eines amtlich beglaubigten Charakterzeugnisses verkauft werden dürfte, vermittelt den Eindruck, fast gewichtslos zu sein. Denn der Fahrer braucht das Gaspedal nur zu streicheln, schon wird jeder Überholvorgang zum kurzweiligen Vergnügen.
Fahrbericht in der „Autozeitung“, 1980

OPTISCHES UNDERSTATEMENT.

Detailansicht des Hecks des BMW E12 M535i.Detailansicht des Hecks des BMW E12 M535i.

Äußerlich spielt der stärkste 5er die Understatement-Karte: Mit großen Veränderungen an der Karosserie hielt man sich zurück, sodass auch beim BMW M535i die Handschrift des französischen Designers Paul Bracq gut zu erkennen ist. Gestreckte Linien, große Fensterflächen und eine tiefe Gürtellinie prägen die Karosserie. Ergänzt durch die markentypischen Elemente: Doppelscheinwerfer und Hofmeisterknick in der C-Säule. Dem M Automobil vorbehalten waren allerdings die ikonischen Leichtmetallfelgen im Kreuzspeichendesign. Heute verbinden wir sie vor allem mit dem BMW E30 M3. Der M535i war allerdings schon sechs Jahre zuvor serienmäßig mit ihnen ausgestattet.

Die Front des BMW E12 M535i.Die Front des BMW E12 M535i.

Wer das Vermögen der Limousine darüber hinaus in Szene setzen wollte, setzte dies über die Sonderausstattung um. Spezielle Spoiler an der Front und auf dem Heckdeckel heben den M535i nicht nur von den anderen 5er-Modellen ab, sie verbessern auch die Aerodynamik. Rein dekorativ sind dagegen die Zierstreifen in den M Farben, die die Motorsportwurzeln des Automobils von außen und auf den Sitzmittelbahnen optisch manifestieren. Doch selbst mit diesen Attributen war der M535i nicht so auffällig, wie es die meisten in dieser Leistungsklasse erwarteten. Entsprechend ist „Wolf im Schafspelz“ noch heute die häufigste Beschreibung, wenn es um den M535i geht.

DER SPORT STECKT IM INNEREN.

Auch wenn sie sich bei den äußerlichen Veränderungen zurückhielten, im Innenraum ließen es sich die Entwickler der damaligen BMW Motorsport GmbH nicht nehmen, einige besonders sportliche Veränderungen am E12 5er vorzunehmen. Sofort ins Auge stechen die Recaro-Sitze. Sie wurden so entwickelt, dass sie die weite Spreizung des BMW M535i optimal abdecken, gleichzeitig bestmöglichen Halt in allen Situationen, aber auch besonders guten Langstreckenkomfort bieten. Das Lederlenkrad mit den drei Speichen ist eine Sportausführung im BMW M1-Look. Letzte Gewissheit, dass es sich beim BMW M535i um einen sportlichen Wagen handelt, gibt der Tacho: Er geht beim M Modell bis 240 km/h.

Ein Vergnügen ganz besonders intensiver Natur verspricht eine BMW-Limousine, die auf den ersten Blick wie ein ganz gewöhnlicher 520 oder 528i aussieht.
Testbericht in der Fachzeitschrift „auto motor und sport“, 1980

EINE SPEZIALITÄT.

Der BMW E12 M535i fahrend auf der Landstraße.Der BMW E12 M535i fahrend auf der Landstraße.

Im Lastenheft der Entwickler des BMW M535i standen neben der Fusion von Komfort und Sportlichkeit zwei Schlagworte in Großbuchstaben: Handlichkeit und Sicherheit. Darum statteten sie das Fahrzeug mit einem neuen Fahrwerk aus. Spezielle Federbeineinsätze und Gasdruckdämpfer wurden ergänzt durch ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse und Scheibenbremsen an beiden Achsen. Das Resultat dieser Modifikationen: ein faszinierendes Fahrverhalten, das selbst in Grenzbereichen ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. Oder wie es die „Autozeitung“ 1980 in ihrem Fahrbericht formulierte: „Es ist in der Tat schwierig, an diesem Auto seinen Fahrspaß zu haben und trotzdem über längere Zeit den Führerschein zu behalten.“ „auto motor und sport“ pflichtete bei: „Den Technikern [gelang] […] eine Fahrwerksabstimmung, die im aktuellen BMW Programm ihresgleichen sucht.“

SCHON IMMER EINE RARITÄT.

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